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Solar-Inselanlage Test-Überblick, Testsieger, Kosten, Erfahrungen, Vergleich und Kaufberatung 2021/2022

Das Wichtigste im Überblick:
  • Solar-Inselanlagen produzieren Strom für Wohnmobile/Wohnwägen, Gartenhäuser oder Einfamilienhäuser und machen sie autark
  • Solar-Inselanlagen lagern überschüssigen Strom in einem Batteriespeicher ein, der ihn mehrerer Tage speichert, falls die Sonne nicht scheint
  • Solar-Inselanlagen sind nicht meldepflichtig, da der produzierte Strom ausschließlich im Inselnetz verbraucht wird und die Anlage ihn nicht zum örtlichen Energieversorger speist

Der Traum der völligen Autarkie war früher von Verzicht und einem deutlich unkomfortableren Leben geprägt. Heutzutage ist dies nicht mehr der Fall. Holzöfen versorgen die Zentralheizung, wärmen den Raum und die Solaranlage auf dem Dach sorgt für Strom. Eine dieser Solaranlagen ist die Solar-Inselanlage, die den Strombedarf eines ganzen Haushalts deckt und Sie unabhängig von externer Stromversorgung macht.

Solar-Inselanlage Test

Solar-Inselanlage Test, Testsieger, Vergleich und Kaufberatung

Die aktuellen top 7 Bestseller für Solar-Inselanlagen im Vergleich:

Bestseller Nr. 1
24V Offgridtec© Autark XXL-Master 1200W Solar - 3000W AC Leistung Solar Inselanlage Garten
  • Anschlussfertiges Solar Komplettsystem mit Allem, was benötigt wird, um Ihre 24V und 230V Verbraucher bis 3000W zu betreiben und den enthaltenen Akku aufzuladen --- Zusätzliche Anschlussmöglichkeiten für USB-Verbraucher am Laderegler und Spannungswandler
  • Das ist drin: 6 x Offgridtec Solarmodul mit 200W Leistung Abmessungen 1500 x 680 x 35 mm --- 45A PWM Laderegler mit übersichtlichem LCD Display, USB Ladebuchsen und Lastausgang für 12V Verbraucher --- 2x 260Ah zyklenfester und absolut wartungsfreier AGM Akku von Offgridtec --- Profi Kabelkit für kinderleichten Anschluss --- 3000W Sinusspannungswandler (3000W 15min - 6000W Spitze) für Ihre 230V Verbraucher
  • Durchschnittlicher Tagesertrag zwischen März und Oktober ca. 4800Wh (ca. 200Ah 24V) --- Umfangreiche elektronische Schutzfunktionen vor Überlast, Übertemperatur, Überspannung, Kurzschluss und Verpolung --- Flexible Montagemöglichkeit dank 10m Anschlusskabel Solarmodul zu Laderegler
Bestseller Nr. 2
ECO-WORTHY 240W Solaranlage Komplettset Inselanlage netzunabhängiges Kit für Wohnmobil Camper: 2 Stücke 120W Solarmodul + 30A Laderegler + 1 Stücke 50Ah Lithiumbatterie + 600W Sinuswechselrichter
  • 【Komplettes Off-Grid-System】 Das Solarpanel-System hat eine Tagesleistung von 1 kWh und kann netzunabhängig Strom erzeugen. Mit diesem System können die 50AH Lithiumbatterien innerhalb eines Tages vollständig aufgeladen werden. Es ist geeignet für Sommerhäuser, Hausdächer, Garagen, Wohnmobile, Wohnmobile. Dies ist ein ideales Einstiegsprodukt für Solareinsteiger, einfach zu installieren und Plug-and-Play.
  • 【Lithiumbatterie】 Als führendes Produkt in der Branche enthält das Solarpanelsystem Lithiumbatterien, die AGM- und Blei-Säure-Batterien perfekt ersetzen können. Im Vergleich zu AGM- und Blei-Säure-Batterien sind Lithium-Batterien sicherer, leichter, effizienter und langlebiger (10 Jahre Lebensdauer), perfekte Lagerung für den Haus- und Außenbereich.
  • 【Hocheffiziente Solarmodule】 Die 120W Solarmodule sind wasserdichte und korrosionsbeständige Aluminiumrahmen für den längeren Einsatz im Freien, die jahrzehntelange Lebensdauer der Module sowie starke Winde (2400 Pa) und Schneelasten (5400 Pa) aushalten. Die Solaranlage kann auch an bewölkten Tagen Strom erzeugen.
Bestseller Nr. 3
Insel Solaranlage PV-Anlage 1500W AC/Panel, Batterie, Laderegler, Sinus Wechselrichter
  • 1500W AC Wechselrichter mit reiner Sinuswelle
  • 2 x 150W Solarpanel Monokristalline (ohne Halterungen) inkl. Kabel für Reihenschaltung
  • 1 x 30A MPPT Solar-Laderegler
Bestseller Nr. 4
3.000 Watt Insel Solaranlage autarke PV-Anlage mit 1.040Ah Batterien, 960W Solarpanelen, 4 Solarbatterien, Victron MPPT Laderegler, Sinus Wechselrichter, installationsbereit
  • 3000W AC Wechselrichter mit reiner Sinuswelle
  • 3 x 320W Solarpanel Monokristalline (ohne Halterungen) inkl. Kabel für Zusammenschaltung
  • 1 x 35A Victron MPPT Solar-Laderegler
Bestseller Nr. 5
Solar Set 12 V Solaranlage Solarkit PV Inselanlage Wohnmobil Solarmodul Laderegler, Wattzahl:400 W
  • 4x Solarmodul 12V 100W Polykristallin
  • Inklusive passendem Kabel mit Steckern 1 zu 4
  • Kabellänge 5m
Bestseller Nr. 6
Offgridtec® Autark XL-Master 300W Solar - 1500W AC Leistung 154Ah AGM Akku
  • Anschlussfertiges Solar Komplettsystem mit Allem, was benötigt wird, um Ihre 12V und 230V Verbraucher zu betreiben und den enthaltenen Akku aufzuladen --- Zusätzliche Anschlussmöglichkeiten für USB-Verbraucher am Laderegler und Spannungswandler
  • Das ist drin: 2 x Offgridtec Solarmodul mit 150W Leistung Abmessungen 1140 x 680 x 35mm --- 45A PWM Laderegler mit übersichtlichem LCD Display, USB Ladebuchsen und Lastausgang für 12V Verbraucher --- 154Ah zyklenfester und absolut wartungsfreier AGM Akku von Offgridtec --- Profi Kabelkit für kinderleichten Anschluss --- 1500W Sinusspannungswandler (1500W 15min – 1200W dauerhaft – 2400W Spitze) für Ihre 230V Verbraucher
  • Durchschnittlicher Tagesertrag zwischen März und Oktober ca. 1200Wh (ca. 100Ah) --- Umfangreiche elektronische Schutzfunktionen vor Überlast, Übertemperatur, Überspannung, Kurzschluss und Verpolung --- Flexible Montagemöglichkeit dank 8m Anschlusskabel Solarmodul zu Laderegler
Bestseller Nr. 7
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  • ⚡Tragbar und einfach zu bedienen: 600-W-Powerbank und integrierter Tragegriff im 100-W-Solarpanel sorgen für einfache Tragbarkeit und flexible Platzierung. Echtes Plug-and-Play und super praktisch auch für den Elektronik-Laien! Perfekt für Outdoor-Camping, Roadtrips, Offroad-Trips und Wohnmobil-Abenteuer.
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Solar-Inselanlage im Test:

Was ist eine Solar-Inselanlage?

Eine Solar-Inselanlage ist eine Anlage, die zur Autarkie befähigt. Zwar ist unter dem Begriff Solaranlage bei Häusern auch immer eine Solarthermieanlage gemeint, die auch Wärme produziert und nicht nur mithilfe von Photovoltaik Strom erzeugt, aber die Solar-Inselanlage produziert ausschließlich Strom.

Hierzu ist sie mit Solarzellen und einem Speicher ausgestattet, der überschüssigen Strom speichert und ihn bei Nacht oder andauernd bewölktem Himmel an den Haushalt weitergibt.

Wann ist der Einsatz sinnvoll?

Der Einsatz einer Solar-Inselanlage ist immer dann sinnvoll, wenn Sie sich völlig von einer externen Quelle abkapseln möchten und stattdessen ausschließlich den eigenen Strom verbrauchen. Dies lohnt sich, denn Sie verkaufen den Strom zu einem Bruchteil des Einkaufspreises an den Netzversorger, weshalb Sie ihn auch direkt selbst verbrauchen können.

So lohnt sich der Einsatz primär in Wohnmobilen oder Wohnwägen. Beide Mobile sind nicht dauerhaft an das öffentliche Stromnetz angeschlossen, sondern beziehen ihre Energie von Campingplätzen oder laden den Speicher durch das Fahren auf. Die Solar-Inselanlage bietet den Vorteil, dass Sie völlig auf den Besuch der Campingplätze verzichten können und stattdessen den Strom aus den Solarzellen verwenden.

Selbiges ist bei Ferienwohnungen oder Ferienhäusern in abgelegenen Gegenden zu beobachten. In den Bergen oder mitten im Nirgendwo kostet es unglaubliche Summen, Stromkabel zu Ihrem Haus zu verlegen, weshalb Sie stattdessen die günstigere Solar-Inselanlage erwerben können und für den Strom nichts zahlen müssen.

Eine neuere Form der Ferienwohnungen ist das Tiny-House, das aus den USA stammt und den minimalistischen Lebensstil zeigt. Dieser Häuser sind modern und gleichzeitig kleiner als herkömmliche Einfamilienhäuser, sodass Sie weniger Strom verbrauchen. Überdies sind sie mobil, da Sie sie innerhalb weniger Stunden auf- und abbauen können. Hier ist eine Solar-Inselanlage ebenfalls sinnvoll, da das Haus nicht immer an derselben Stelle steht, ähnlich wie ein Wohnwagen, und ein eigenes Hausnetz hat, das unabhängig vom Energieversorger ist.

Letztlich ist der Einsatz in Gartenhütten oder Garagen sinnvoll. Beides dient als Werkstatt oder Hobbyraum, sodass Sie Ihre Gartengeräte oder sonstigen elektronischen Geräte laden können und gleichzeitig genügend Strom für die Gartenbeleuchtung haben.

Wie funktioniert eine Solar-Inselanlage?

Eine Solar-Inselanlage funktioniert nach demselben Prinzip einer Fotovoltaikanlage.

Hierzu sind mehrere Solarzellen aneinander gekoppelt und mit einem Wechselrichter verbunden. Die Solarzellen bestehen aus Silizium oder anderen Kristallen, die sich durch die Sonneneinstrahlung laden. Ihre Ladung erzeugt Gleichstrom, den der Wechselrichter entweder zu Wechselstrom umwandelt und direkt weitergibt oder in den Batteriespeicher als Gleichstrom einspeichert. So geht die erzeugte Energie nicht verloren, sondern verweilt im Pufferspeicher, bis die Solar-Inselanlage nicht mehr genügend Strom produziert, um den Bedarf zu decken. Es sind jedoch auch Solar-Inselanlagen erhältlich, die Strom nicht speichern, sondern ihn ausschließlich direkt weitergeben.

Welche Arten von Solaranlagen gibt es?

Die Solar-Inselanlage ist nicht die einzige Solaranlage, die Sie installieren können. Folgende Solaranlagen bieten sich ebenfalls an:

Die Überschusseinspeiseanlage

Die Überschusseinspeiseanlage ist die herkömmliche Fotovoltaikanlage, die jeglichen Strom, den sie zu viel produziert, in das öffentliche Netz einspeist. Hierfür erhalten Sie eine Einspeisevergütung des Netzversorgers, die bei 6,24 Cent pro kWh liegt. Deutlich unter dem Preis, den Sie für die Kilowattstunde vom Energieversorger bezahlen. Dies ist sinnvoll, wenn es sich um eine große Fotovoltaikanlage handelt, denn sie produziert nur circa 30 Prozent des Stroms, den ein Einfamilienhaushalt tatsächlich verbrauchen kann.

Selbst mit zusätzlichem Batteriespeicher würde der erzeugte Strom verloren gehen, sodass sich die extreme Leistung der Anlage nicht lohnt.

Diese Art ist demnach nur sinnvoll, wenn Sie weiterhin Strom vom Netzbetreiber beziehen und die Nebenkosten durch die eigene Anlage senken möchten. Sie haben gegenüber allen anderen Arten einen höheren bürokratischen Aufwand, da Sie ein Gewerbe anmelden und die Einspeisevergütung beantragen müssen.

Die Nulleinspeiseanlage

Die Nulleinspeiseanlage ähnelt der Solar-Inselanlage, denn sie speist den überschüssigen Strom auch nicht ins öffentliche Netz, sondern in einen Solarspeicher. Der hauptsächliche Unterschied zur Solar-Inselanlage besteht hingegen darin, dass der Haushalt der Nullspeiseanlage weiterhin an das öffentliche Stromnetz angeschlossen ist. So können Sie langanhaltende Perioden mit wenig Sonnenlicht ausgleichen und vom Netzbetreiber Strom beziehen.

Diese Art der Solaranlagen hat den Vorteil, dass Sie nur dann Stromkosten haben, wenn das Wetter mehrere Tage schlechter sein sollte und können ansonsten die vollen Vorteile der Solar-Inselanlage nutzen.

Gibt es Solar-Inselanlagen mit Speicher?

Solar-Inselanlagen mit Speicher sind die meistverkaufte Art der Solar-Inselanlagen, denn sie garantieren Strom in der Nacht oder bei andauernd schlechten Wetterverhältnissen. Da der zusätzliche Speicher jedoch teuer ist, lohnt sich der Kauf nur für Haushalte und weniger für kleine Garagen, die in der Nacht keinen Strom benötigen.

Welche Modelle sind für ein Gartenhaus geeignet?

Für ein Gartenhaus lohnt sich sowohl der Griff zu einer Solar-Inselanlage mit Speicher als auch ohne Speicher, denn es kommt darauf an, wie Sie das Gartenhaus nutzen.

Ist das Gartenhaus lediglich tagsüber besucht und Sie holen Werkzeuge aus der Hütte, schalten das Licht ein oder benötigen bedingt Strom für andere Geräte, dann ist die Solar-Inselanlage ohne Speicher empfehlenswert.

Sollten Sie hingegen Standby-Geräte im Gartenhaus stehen haben, die Gartenbeleuchtung ist an das Haus angeschlossen oder Sie benötigen auch abends Strom aus dem Gartenhaus, wählen Sie eine Solar-Inselanlage mit Speicher.

Wo liegen die Vor- und Nachteile einer Solar-Inselanlage?

Die Vorteile

Solar-Inselanlagen bieten gegenüber allen anderen Solaranlagen einen entscheidenden Vorteil – sie ermöglichen Autarkie. Statt auf den örtlichen Netzbetreiber mit steigenden Nebenkosten angewiesen zu sein, produzieren Sie Ihren eigenen Strom und sind völlig autark. So können Sie selbst die abgelegenste Berghütte mit Strom versorgen und müssen auf den alltäglichen Komfort nicht verzichten.

Ferner sind Sie so auch gegen potenzielle Stromausfälle geschützt. In Deutschland ist das Stromnetz flächendeckend so fortgeschritten, dass nicht mit Stromausfällen zu rechnen ist. In Spanien, Griechenland, Italien oder anderen sonnigen Urlaubsländern kann im Ferienhaus der Strom ausfallen, da das örtliche Stromnetz Probleme bereitet. Mit einer Solar-Inselanlage kann dieser Fall nicht eintreten, denn Sie fangen den Ausfall auf.

Letztlich haben Sie mit einer Solar-Inselanlage keinen bürokratischen Aufwand. Bei einer Einspeiseanlage müssen Sie einen bestimmten Teil der erzeugten Energie abtreten, die Einspeisevergütung beantragen und ein Gewerbe anmelden. Bei der Solar-Inselanlage entfällt all dieser Aufwand, da Sie den Strom ausschließlich für sich nutzen und nicht abtreten.

Vorteile auf einen Blick:

  • ermöglicht Autarkie
  • geschützt vor Stromausfällen
  • keine Anmeldung erforderlich

Die Nachteile

Der größte Vorteil der Solar-Inselanlage ist auch gleichzeitig ihr größter Nachteil, denn sie produziert zwar völlig autark Strom, ist deshalb aber auch abhängig davon, dass sie funktioniert. Sollte es über einen längeren Zeitraum bewölkt sein, speziell im Winter, bleibt der Energieertrag aus und der Speicher kann diese Zeit nicht mehr überbrücken.

Ferner speichert der Batteriespeicher zwar überschüssigen Strom, hat aber auch nur eine begrenzte Kapazität. Sollte andauernd die Sonne scheinen, produziert die Anlage genügend Strom, um Ihren Haushalt zu versorgen und mehrere Speicher zu laden. Dieser überschüssige Strom geht schlichtweg verloren, sodass Sie ihn stattdessen auch nutzen könnten, um die Einspeisevergütung zu erhalten. Auf diesem Wege amortisiert sich die Solaranlage schneller.

Letztlich müssen Sie beim Kauf einer Solar-Inselanlage immer 19 Prozent mehr zahlen, als Personen, die eine Einspeiseanlage kaufen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Sie die Umsatzsteuer auf den Kaufpreis erstattet bekommen. Bei einer Solar-Inselanlage ist dies nicht der Fall, sodass die teure Anlage, teurer ist, als sie sein müsste.

Nachteile auf einen Blick:

  • abhängig von Wetter
  • überschüssiger Strom bleibt ungenutzt
  • höherer Kaufpreis

Was sollte ich beim Kauf von einer Solar-Inselanlage beachten?

Damit die Solar-Inselanlage Sie autark mit Strom versorgt und dies bis zu 25 Jahre, sind folgende Aspekte vor dem Kauf zu beachten:

Leistung

Die Leistung ist das entscheidende Kaufkriterium von Solar-Inselanlagen, denn sie muss mit den angeschlossenen Verbrauchern und der Art des angeschlossenen Systems übereinstimmen. Dabei ist nicht nur die Leistung der Solarzellen zu berücksichtigen, sondern auch die des Wechselrichters. Beides ergibt eine Gesamtspannung, die sich von unterschiedlichen Verwendungszwecken unterscheidet.

Folgende Leistungen sind für entsprechende Verwendungszwecke zu wählen:

  • 12 Volt und bis zu 1500 Watt für Wohnmobile und Wohnwägen
  • 24 Volt und bis zu 2500 Watt für Rasenmäher und andere elektrische Geräte, die in einem Gartenhaus stehen
  • 230 Volt und mehr als 3000 Watt für Ferienwohnungen, -häuser und Einfamilienhäuser

Wechselrichter

Beim Wechselrichter, auch Spannungswandler genannt, entsteht der meiste Energieverlust.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass der unbedarfte Käufer die Leistung überdimensioniert und den Spannungswandler unterdimensioniert, da er denkt, dass ausschließlich die Leistung über den Stromoutput entscheide. Das ist jedoch falsch, denn der Wechselrichter wandelt Gleichstrom zu Wechselstrom um und kann die Spannung von 40 auf 230 Volt hochsetzen. Schafft er dies nur mittelmäßig, geht Strom verloren. Bestenfalls greifen Sie zu einem MPPT-Wechselrichter. Er misst dauerhaft den maximalen Spannungspunkt der Solarzellen, errechnet den besten Ertrag und wandelt den Strom möglichst ohne Verluste um.

Speicher

Der dritte Kaufaspekt ist der Speicher und er stellt gleichzeitig den größten Kostenfaktor dar. Bei ihm müssen Sie vorher exakt berechnen, wie viel Leistung in Amperestunden Sie tatsächlich benötigen, denn ist der Batteriespeicher immer vollständig entladen, zerstört das seine Zellen.

Um die passende Größe zu wählen, ermitteln Sie zuerst Ihren täglichen Gesamtleistungsbedarf in Wattstunden. Diesen Wert multiplizieren Sie mit den Tagen, in denen Sie davon ausgehen, dass die Sonne nicht oder nur beeinträchtigt scheint. Im Anschluss addieren Sie circa 30 Prozent Kapazitätsreserve hinzu, falls es doch zu längeren Perioden des schlechten Wetters oder zu einem deutlichen Mehrverbrauch kommen sollte. Diesen Wert dividieren Sie zuletzt mit der Batteriespannung, um die benötigte Batteriekapazität in Amperestunden zu erhalten.

Eine Beispielrechnung sieht mit zufälligen Werten wie folgt aus:

  • Täglicher Gesamtbedarf 400 Wh
  • drei Tage Autonomie ohne Sonne = 400 Wh pro Tag
  • 30 Prozent Kapazitätsreserve von drei Tagen Autonomie = 360 Wh
  • Batteriespannung von 12 Volt

(400 Wh × 3 + 360 Wh) / 12 = 130 Ah

Heißt, der Haushalt benötigt einen Batteriespeicher mit einer Mindestkapazität von 130 Amperestunden, um mit einem vollen Speicher nach drei Tagen immer noch genügend Strom zu haben.

Lebenszeit des Speichers

Die Lebenszeit des Speichers und von Akkus ist angegeben in Ladezyklen. Achten Sie beim Kauf des Speichers darauf, dass er möglichst viele Ladezyklen durchmachen kann, bis er laut Hersteller ausgetauscht werden sollte. So müssen Sie nicht nach wenigen Jahren einen neuen Speicher kaufen, da der eingebaute nur noch über 50 Prozent der maximalen Ladekapazität verfügt. Zudem sollten Sie Ihren Speicher nie völlig tiefenentladen. Der ideale Bereich für Lithium-Ionen-Akkus ist zwischen 20 und 80 Prozent. Bleibatterien dürfen sogar nie unter 50 Prozent der maximalen Ladekapazität fallen, da sie sonst Schäden davontragen.

Maße und Gewicht

Solar-Inselanlagen können sowohl aus leichten als auch schweren Solarzellen bestehen. Da leichtere einen schlechteren Wirkungsgrad haben, sind schwerere Solarzellen zu empfehlen, insofern die Traglast des Daches ausreichend ist. Dies kommt speziell bei Wohnwägen und Wohnmobilen zum Tragen, denn ihre maximale Traglast des Daches liegt weit unter der Traglast eines Daches, das ein Einfamilienhaus deckt.

Für ein Einfamilienhaus müssen Sie mit einer Fläche von bis zu 25 Quadratmetern für die Solar-Inselanlage rechnen. Sollten sich im Wohnmobil ebenso viele Personen befinden, müssen Sie weniger Geräte anschließen, um eine ähnliche Stromversorgung zu garantieren.

Wie viel kostet eine Solar-Inselanlage?

Eine Solar-Inselanlage startet ab circa 500 €. Diese Solar-Inselanlagen eignen sich ausschließlich für kleine Wohnwägen oder in Gartenhütten, die wenig Strom verbrauchen. Solar-Inselanlagen zur Versorgung von Einfamilienhäusern können jedoch bis zu 15 000 € kosten, da an sie ein großer Batteriespeicher angeschlossen ist und sie mehrere Solarzellen in einer Anlage vereinen.

Ist eine Solar-Inselanlage meldepflichtig?

Ist Ihr Haus an das öffentliche Netz des Stromversorgers angeschlossen, müssen Sie Standort und Leistung der Anlage übermitteln. Sie müssen jedoch keine weiteren Auskünfte tätigen. Handelt es sich hingegen ein Gartenhaus, Wohnmobil oder eine Ferienwohnung, die alle nicht an das öffentliche Netz angeschlossen sind, ist die Anlage nicht meldepflichtig.

Welche Solar-Inselanlagen-Tests von angesehenen Testmagazinen gibt es? Gibt es einen Test von Stiftung Warentest?

Bisher testete weder die Stiftung Warentest noch ein anderes angesehenes Testmagazin Solar-Inselanlagen. Bisher sind die Anlagen zwar beliebt, aber das Interesse ist noch nicht groß genug, sodass sich ein kostenintensiver Test lohne. Daher bleibt Ihnen nur der Vergleich von Rezensionen, um sich eine Meinung zu dem gewünschten Modell zu bilden.

Welche Batterie eignet sich für Solar-Inselanlagen?

Für Solar-Inselanlagen lohnt sich der Einsatz von Gelbatterien oder Lithium-Ionen-Akkus. Beide sind langlebiger als Bleibatterien und nicht der Gefahr ausgesetzt, sich bereits bei 50 Prozent der Maximalkapazität zu entladen.

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  • Sie ist für die dauerhafte Versorgung von Stromverbrauchern wie Wechselrichter oder andere 12Volt Verbraucher geeignet.

Wie kann man eine Solar-Inselanlage richtig anschließen?

Der Anschluss der Solar-Inselanlage läuft ähnlich ab, wie der Anschluss einer herkömmlichen Fotovoltaikanlage.

Hierzu ist folgendes Vorgehen vonnöten:

  1. die Solarmodule gen Sonnenseite ausrichten und miteinander koppeln
  2. den Laderegler anschließen
  3. an den Laderegler alle Verbraucher mit 12 Volt anschließen
  4. vom Laderegler ein Kabel zum Speicher verlegen
  5. an den Speicher einen Wechselrichter anschließen
  6. vom Wechselrichter jegliche Verbraucher anschließen

Was sollte ich beim Einsatz von einer Solar-Inselanlage beachten? Welche Fehler sollten vermieden werden?

Beim Einsatz der Solar-Inselanlage können mehrere Fehler auftreten.

Diese und die dazu passenden Lösungen sehen wie folgt aus:
  • Wechselrichter ist ausgefallen: ist ein Verschleißteil, das nach der Garantie häufig defekt ist, sodass Sie ihn austauschen müssen
  • Leistung lässt im Laufe der Zeit nach: ist die Solar-Inselanlage erst seit wenigen Monaten im Einsatz, ist das Modul verschmutzt, andernfalls setzt die natürliche Degradation ein
  • das Glas der Solarzelle ist gebrochen: ist auf eine fehlerhafte Konstruktion zurückzuführen, bei der das Modul dauerhaft unter Spannung war, weshalb der Austausch notwendig ist

Achten Sie immer auf die korrekte Installation, dass die Solarzellen sauber sind und alle elektronischen Teile reibungslos funktionieren, dann ist die Solar-Inselanlage bis zu 20 Jahre im Einsatz.

Wie kann man eine Inselanlage richtig absichern?

Eine Solar-Inselanlage abzusichern ist seltenst notwendig, denn Wechselrichter und Laderichter übernehmen gemeinsam die Aufgabe, dass es zwischen den Solarzellen nicht zum Kabelbrand kommt.

Häufige Fehler:

Welcher Wechselrichter/Laderegler ist für Insel-Solaranlagen geeignet?

Hierzu empfiehlt sich ausschließlich der aktuelle industrielle Standard – der MPPT-Laderegler. Ausschließlich er verspricht den besten Ertrag, da er den maximalen Powerpoint der Solarzellen ermittelt und die Energie an die Batterie und jegliche Verbraucher weiterleitet.

Handelt es sich um altertümliche Wechselrichter, sind sie entweder nicht mehr mit modernen Solarzellen kompatibel oder messen den maximalen Powerpoint nur bedingt. So verlieren Sie wertvolle Energie, die Sie bei einer Solar-Inselanlage benötigen.

Kann man eine Solar-Inselanlage selber bauen?

Prinzipiell besteht ein Solar-Inselanlagen-Set aus denselben Komponenten, die Sie auch selbst auf dem Markt kaufen könnten. Problematisch hierbei ist hingegen der Versicherungsschutz. Sollte es zu einem Brand kommen, da Sie Batterie und Wechselrichter unterdimensioniert haben, erlischt Ihr Anspruch auf Schadensersatz. Sollte es hingegen beim Set zur Fehlfunktion kommen, können Sie beim Hersteller Schadensersatz beanspruchen.

Fazit

Die Solar-Inselanlage ist die ideale Solaranlage für Haushalte, die nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind. Ist die Solar-Inselanlage passend dimensioniert, versorgt sie einen Einfamilienhaushalt autark mit Strom und kann selbst mehrere Tage des schlechten Wetters überbrücken.

 

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