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Zirkulationspumpe Test-Überblick, Vergleich und Kaufberatung 2020/2021

Welche Zirkulationspumpe brauche ich? Ab wann lohnt sie sich?

Wasser ist, wie Erdöl und Gas, eine begrenzte Ressource auf dem Planeten. Daher ist es nicht nur hinsichtlich der Ressourcenschonung auf der Erde entscheidend, dass die Menschheit Wasser spart, sondern es ist auch günstiger für den Verbraucher. Angefangen bei effizienteren Toilettenspülungen, hin zu weniger Bädern und zu mehr Duschen. Doch beim Duschen in älteren Wohnanlagen vergeht enorm viel Zeit, bis das Warmwasser aus der Duschbrause tritt. Wer nicht warten möchte, der lässt daher das Kaltwasser laufen, bis dieses sich genügend erhitzt hat. Diese Wasserverschwendung verhindert eine Zirkulationspumpe, die das Warmwasser im Wasserkreislauf des Hauses zirkuliert und gleichzeitig die Legionellenbildung stoppt.

Hier finden Sie:

  • Eine ausführliche Kaufberatung für aktuelle Zirkulationspumpen
  • Eine Zusammenfassung von unabhängigen Zirkulationspumpen Tests von angesehenen Testmagazinen wie Stiftung Warentest mit den jeweiligen Testsiegern
  • Einen Vergleich der unserer Meinung nach aktuell besten Zirkulationspumpen von beliebten Marken wie Wilo, Grundfos, Vortex, Laing, Vailant usw. auf dem Markt
  • Tipps, um eine Zirkulationspumpe günstig online zu kaufen

Die aktuellen top 5 Bestseller für Zirkulationspumpen im Vergleich:

Bestseller Nr. 1
Wilo 4132761 Zirkulationspumpe Star-Z Nova für Trinkwasser, 230 V
  • 1/2 Zoll ohne Verschraubungssatz
  • Einbaulänge 135 mm
  • Leistung 28W
Bestseller Nr. 2
Wilo-Star-Z NOVA, Hocheffiziente Trinkwasser- Zirkulationspumpe, Nassläufer, Baulänge 84 mm, RP 1/2
  • Nassläufer-Zirkulationspumpe für die effiziente Trinkwarmwasserversorgung
  • Hohe Hygienesicherheit dank bewährter Technik
  • Verbesserte Energieeffizienz durch angepasste Motortechnologie mit einem Stromverbrauch von nur 3-6 Watt
Bestseller Nr. 3
Grundfos 97989265 Zirkulationspumpe Comfort UP15-14B PM DE PN10 Rp1/2, 1 x 230 V, 80 mm
  • Zirkulationspumpe COMFORT UP15-14B
  • DE PN10 Rp1/2 80mm 1x230V
Bestseller Nr. 4
ZIRKULATIONSPUMPE Z 15-14 BRAUCHWASSERPUMPE 1/2" UMWÄLZPUMPE TRINKWASSER
  • ZIRKULATIONSPUMPE CPI 15-15
  • Technische Daten:

    Max. Fördermenge 13L/min
    Max. Förderhöhe 1,1m

    Fördermedientemperatur: Trinkwasser: max. +95 oC
    Einbauhöhe: 84-85mm
    Anschlüße: 1/2" GW (Innengewinde)
    Netzanschluss 230 V, 50 Hz
    Energieverbrauch: 28W
    Medientemperatur: 2°C - 90°C
    Material-Gehäuse: Messing
    Rotorwelle aus Keramik
    Laufrad auf Noryl (gehärtetem Kunststoff)
    Kabellange: 1,1m
    Schutzart IP 42
    Max. Betriebsdruck 10 bar
  • Werkstoffe:

    Pumpengehäuse: Messing
    Laufrad: Kunststoff
    Welle: Edelstahl
    Lager: Kohle, kunstharzimprägniert

Bestseller Nr. 5
Vortex Universal-Motor BWO 155 230 V/50 Hz ohne Regelmodul 433-101-000
  • Vortex
  • 433-101-000
  • Verpackungsabmessungen (L x B x H) in zm: 20.4 x 13.2 x 10.2

Letzte Aktualisierung am 25.01.2021 /Verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum zutreffend und können sich jederzeit ändern./Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Was ist eine Zirkulationspumpe?

Eine Zirkulationspumpe ist eine Warmwasserpumpe, die das erhitzte Wasser umwälzt. Sie ist ausgestattet mit einem Nassläufer- oder Kugelmotor, der das Wasser ansaugt und der mit der Heizungstechnik des Hauses verbunden ist. Die Zirkulationspumpe sitzt zwischen der Heizanlage und den Entnahmestellen des Haushalts, sodass sie die Zirkulation des Warmwassers regulieren kann.

Wie funktioniert eine Zirkulationspumpe?

Wasser erhitzt sich in einem Boiler oder Durchlauferhitzer auf bis zu 60 °C. Dieses erhitzte Wasser pumpt die Heiztechnik des Hauses zu jeglichen Anschlussstellen in Form von Wasserhähnen oder Duschbrausen. Da jedoch der Hausbesitzer nicht dauerhaft auf fließend warmes Wasser zurückgreift, kühlt dieses in den Leitungen vor dem Wasserhahn ab und ist nur in der Nähe des Durchlauferhitzers/Boilers ausreichend warm.

Die Folge ist, dass zuerst kaltes Wasser aus der geöffneten Leitung fließt und somit der Wasserverbrauch steigt, falls der Verbraucher wartet, bis warmes Wasser austritt. Die Zirkulationspumpe verhindert das Abkühlen, denn sie zirkuliert das Warmwasser in den Hausleitungen, sodass beim Öffnen des Hahns Warmwasser austritt.

Welche Arten von Zirkulationspumpen gibt es?

Zirkulationspumpen unterscheiden sich in der Bauweise des Motors. Während bei verschiedenen Modellen auch individuelle Unterschiede feststellbar sind, haben diese nicht solch einen großen Einfluss auf die Funktionsweise, wie die Bauweise des Motors. Folgende Arten sind erhältlich:

Die Nassläufer-Zirkulationspumpe

Die Nassläufer-Zirkulationspumpe ist die leistungsschwächere Form der Zirkulationspumpen. Beim Pumpen ist sie im Kontakt mit dem Wasser, welches die empfindlichen Teile der Pumpe kühlt und den Verschleiß minimiert. Sie eignet sich daher für Wohnungen oder Einfamilienhaushalte, die eine begrenzte Menge Wasser verbrauchen. Im Gegenzug erzeugt sie während des Betriebs kaum Geräusche, weshalb die Installation der Pumpe auch im Haus möglich ist, ohne dass sich die Anwohner von der Geräuschkulisse gestört fühlen.

Die Trockenläufer-Zirkulationspumpe

Die Trockenläufer-Zirkulationspumpe bewegt wesentlich größere Mengen Wasser als die Nassläufer-Zirkulationspumpe. Daher wäre das Kühlen und Schmieren durch Wasser nicht ausreichend, weshalb kein Wasser an die Pumpe gelangt. Sie ist darüber hinaus extrem laut in Betrieb, da sie enorme Mengen Wasser bewegt. Deshalb eignet sie sich zwar nicht für einen Einfamilienhaushalt, aber für Mehrfamilienhäuser oder ganze Wohnanlagen.

Wie schalte ich eine Zirkulationspumpe für Warmwasser ein? Wie oft muss diese laufen gelassen werden?

Der Nutzer muss die Zirkulationspumpe nie manuell einschalten, sondern diese läuft entweder gemeinsam über einen Temperatursensor und eine Zeitschaltuhr oder separat über eine der beiden Hilfsmittel. Dies funktioniert wie folgt:

Der Temperatursensor

Der Temperatursensor misst beim Umwälzen des Wassers die Temperatur. Fällt diese unter den Normwert von 50 °C bei Trockenläufer-Zirkulationspumpen oder unter 60 °C bei Nassläufer-Zirkulationspumpen, schaltet sich die Zirkulationspumpe automatisch zu. Übersteigt die Temperatur den Normwert, dann schaltet sich die Zirkulationspumpe ab.

Die Zeitschaltuhr

Die Zeitschaltuhr wälzt das Warmwasser des Haushalts unabhängig von der Temperatur um, sondern schaltet sich in einem bestimmten Zeitraum von selbst ein. Dies ist besonders vorteilhaft für Haushalte, die immer zu bestimmten Zeiten einen erhöhten Wasserbedarf haben. Beispielsweise morgens vor der Arbeit oder nachmittags am Wochenende. Laut Energiesparverordnung EnEV 2014 (§ 12 Abs. 4) ist diese automatische Zu- und Abschaltung der Pumpe 16 Stunden pro Tag verpflichtend. Heißt, dass nachts die Pumpe für bis zu acht Stunden außer Betrieb ist und sich erst morgens erneut zuschaltet. Bei Schichtarbeitern ist die Zeitschaltuhr auch auf einen Betrieb während der Nacht regulierbar, sodass sie tagsüber ausgeschalten bleibt.

Diese Funktionsweise ist darauf zurückzuführen, dass sich sonst im warmen Wasser Legionellen bilden, die die Gesundheit der Bewohner des Haushalts gefährden. Hinzu kommt, dass der dauerhafte Betrieb nicht im Einklang mit dem Energiesparen steht.

Wo liegen die Vor- und Nachteile einer Zirkulationspumpe?

Die Vorteile

Der größte Vorteil einer Zirkulationspumpe ist, dass sie vor Legionellen schützt. In warmen Gewässern vermehren sich diese Bakterien exponentiell und können beim Einatmen oder bei Kontakt Krankheiten wie eine Lungenentzündung oder Fieber hervorrufen.

Durch das Umwälzen nimmt die Pumpe den Bakterien den Nährboden und die Legionellen können sich nicht vermehren. Darüber hinaus ist eine Zirkulationspumpe nicht nur gesundheitsfördernd, sondern auch energiesparend. Sie ist nicht dauerhaft in Betrieb, sondern kann bis zu acht Stunden pro Tag ausgeschaltet sein, um Energie in Form von Strom zu sparen.

Letztlich ist das entscheidende Kaufargument für eine Zirkulationspumpe das sofortige Warmwasser beim Aufdrehen des Wasserhahns. Der Verbraucher muss nicht bis zu 30 Sekunden warten, dass lauwarmes Wasser aus dem Hahn fließt, sondern erhält direkt bis zu 60 Grad heißes Wasser und verbraucht so weniger Wasser.

Vorteile auf einen Blick

  • Schutz vor Legionellen
  • energiesparend
  • wassersparend
  • sofort warmes Wasser beim Öffnen des Hahns

Die Nachteile

Der tatsächliche Energieverbrauch und die Wassereinsparung sind bei einer Zirkulationspumpe auch stark abhängig von der Qualität der Heizanlage und den Rohren. Bei Altbauten sind diese schlecht isoliert und die Heizanlage verbraucht darüber hinaus viel Energie, um die Wassertemperatur zu erhalten. Heißt, dass die Zirkulationspumpe das warme Wasser zwar durch die Rohre pumpt, dieses aber stark abkühlt und der gewünschte Energiespareffekt verpufft.

Darüber hinaus ist für eine Zirkulationspumpe entscheidend, dass sie korrekt auf die Rohrlänge, die Heizanlage und die Entnahme eingestellt ist, sodass sie ihre vollständige Wirkfähigkeit entfalten kann. Sind diese Parameter nur laienhaft eingestellt, ist der Effekt gering oder gar nicht vorhanden, während die Pumpe weiterhin Strom verbraucht.

Nachteile auf einen Blick:

  • energiesparender Effekt verpufft bei mangelhaft isolierten Rohren
  • stark abhängig von den genauen Einstellungen aller Parameter

Was sollte ich beim Kauf von einer Zirkulationspumpe beachten?

Damit die Zirkulation des Wassers möglichst energiesparend erfolgt, ist vor dem Kauf auf folgende Punkte zu achten:

Die Förderhöhe

Die Förderhöhe ist besonders entscheidend für Haushalte, deren Heizanlage im Keller ist. Die Pumpe muss somit das Wasser bis in einen zweiten Stock befördern, weshalb vor dem Kauf die Förderhöhe angepasst sein muss. Sie ist zusätzlich abhängig vom Förderstrom und steht im Verhältnis zu diesem.

Die Pumpenkennlinie

Die Pumpenkennlinie gibt dem Käufer Auskunft, wie viel Wasser die Pumpe in welche Höhe befördern kann. Die Wassermenge ist dabei als Volumenstrom gekennzeichnet, während die Höhe die Druckdifferenz darstellt. Ein hoher Volumenstrom mit einem enormen Höhenunterschied ist nur bei einer leistungsstarken Pumpe möglich.

Die Rohrnetzkennlinie

Die Rohrnetzkennlinie ist der dritte entscheidende Faktor, denn dieser bezieht sich auf die vorliegende Warmwasser-Anlage des Hauses. Die Rohrnetzkennlinie setzt sich aus der Rohrreibung des Wassers in der Rohranlage sowie dem Förderstrom des Wassers zusammen, um den Druckverlust zu kennzeichnen.

Die Anforderungen für die Zirkulation

Anforderungen für die Zirkulation sind die Fördermenge und der entsprechende Pumpendruck. Hinzu kommt, dass laut Vorschrift DIN 1988 das Warmwasser dreimal pro Stunde umgewälzt sein muss. Das heißt, dass der Käufer den Zirkulationsdurchfluss verdreifachen muss, sodass die benötigte Wassermenge durch die Rohre fließt. Ausgenommen sind davon der Wert des Wassererwärmers und des Warmwasserspeichers.

Ausschließlich der Druckverlust aus Widerständen in den Rohren und durch die Reibung im Rohr muss in der Berechnung berücksichtigt werden. Selbiges gilt für die verschiedenen Zirkulationsstränge/Entnahmestellen, denn die Höchst-Fließgeschwindigkeit in einem Kupferrohr darf nicht mehr als 50 Zentimeter pro Sekunde betragen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Rohr platzt oder reißt. Für diese komplizierte Formel ist das A 7 Formblatt erhältlich, in der der Heim- oder Handwerker die unterschiedlichen Parameter eintragen kann und eine korrekte Darstellung für den eigenen Haushalt erhält.

Ähnliche Tests und Vergleiche:

Wie viel kostet eine Zirkulationspumpe? Wie viel Strom wird benötigt?

Nassläufer-Zirkulationspumpen für den Heimgebrauch kosten zwischen 50 und 100 Euro. Während günstigere Pumpen leistungsschwächer sind und über keine Thermostatregulierung verfügen, ist dies bei hochklassigen Produkten der Standard. Leistungsstarke Trockenläufer-Zirkulationspumpen kosten mindestens 200 Euro. Sie eignen sich seltenst für den Heimgebrauch, da die enorme Leistung nicht notwendig ist und sich daher der Aufpreis für einen Einfamilienhaushalt nicht lohnt.

Eine durchschnittlich große Zirkulationspumpe, die 16 Stunden pro Tag in Betrieb ist und eine Leistung von circa 30 Watt abruft, verbraucht pro Jahr bis zu 200 kWh Strom. Dies entspricht, je nach Preis pro Kilowattstunde, circa 50 bis 60 Euro pro Jahr.

Welche Zirkulationspumpe Tests von angesehenen Testmagazinen gibt es? Gibt es einen Test von Stiftung Warentest?

Bisher ist weder ein angesehenes Testmagazin noch die Stiftung Warentest auf Zirkulationspumpen aufmerksam geworden und hat einen entsprechenden Test durchgeführt. Dies kann sich zukünftig noch ändern. Bis dahin sind Testberichte auf YouTube oder Rezensionen hilfreich, um qualitativ hochwertige Zirkulationspumpen zu finden.

Was sollte ich bei der Installation oder dem Wechseln einer Zirkulationspumpe beachten?

Nicht nur die ausreichende Zirkulation, Fördermenge und Förderhöhe ist mit der Vorschrift DIN 1988 reguliert, sondern auch der Einbau. Daher muss dieser entsprechend der Vorschrift erfolgen, um die maximale Sicherheit und Energieersparnis zu erreichen.

Bei der Installation ist Folgendes zu beachten:
  1. Die Zirkulationspumpe waagrecht an der Wand anbringen, denn nur in dieser Position wird die Pumpe ausreichend durch das Wasser geschmiert
  2. Den Klemmenkasten in Drei-, 12- oder 9-Uhr-Stellung bringen, sodass kein Tropfwasser die Anlage beschädigt
  3. Die Rückschlagklappe installieren, denn diese verhindert, dass das Wasser zurückströmt und daraus ein Lagerschaden mit Wicklungsschaden und heißem Motor resultiert
  4. Falls Drosselventile eingesetzt werden, um den Druck zu reduzieren, müssen vorn thermostatische und hinten manuell regulierbare Ventile installiert werden, um Energie zu sparen

Zirkulationspumpe Test-Übersicht und Vergleich: Fazit

Zirkulationspumpen sind mithilfe des Formblatts eine ideale Ergänzung für einen energiesparenden und umweltbewussten Haushalt. Sie erreichen darüber hinaus, dass dem Verbraucher sofort Warmwasser zur Verfügung steht und er so mehr Wasser spart. Daher sollte die Installation immer durch eine Fachkraft erfolgen, denn diese ermittelt genaueste Werte für den eigenen Haushalt, misst die Rohre ab, berücksichtigt die vorliegende Heizanlage und garantiert die Sicherheit sowie Energieersparnis.



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