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Brennesseljauche – Tipps zum Ansetzen, zum Kauf und zur Verwendung

Brennesseljauche gilt seit jeher als natürlicher und effektiver Dünger, der schon von unseren landwirtschaftlich orientierten Vorfahren zur Bekämpfung von Pflanzenschädlingen und zur Anreicherung der Bodennährstoffe eingesetzt wurde. Statt chemischen Düngemitteln, kann man beim Einsatz der Brennnesseljauche vertrauensvoll auf die Kräfte der Natur setzen. Besonders beim Befall von Blattläusen ist der Sud aus der wild wachsenden Pflanze ein wahres Wundermittel. Zudem ist die Brennnesseljauche einfach in der eigenen Herstellung und kostet, außer ein wenig Zeit, Mühe und Arbeitseinsatz eigentlich nichts.

Wie kann ich Brennesseljauche ansetzen bzw. herstellen?

Brennnesseln wachsen bei uns in Deutschland wild. Wer in seinem Blumen- und Gemüsegarten oder an Obstbäumen kleine weiße Stippen auf der Unterseite der Blätter vorfindet und mit Blattläusen zu kämpfen hat, braucht daher lediglich in den nächsten Wald wandern. Ausgerüstet mit Handschuhen und einem scharfen Messer, kann man sich dann zwanglos der dort wachsenden, wilden Brennnesseln bedienen. Denn wenn die Natur gibt, dann darf man auch dankend auf ihre Gabe zurückgreifen … und eine solche ist die Brennnessel. Für die Jauche, bzw. den Brennnesselsud können sowohl junge, wie auch alte Pflanzentriebe benutzt werden. Das einzige, was für den Sud unverträglich ist und seine Wirkung schmälert, sind die Blüten. Diese gilt es für das Ansetzen der natürlichen Brennnesseljauche nicht zu verwenden.

Das Ansetzen einer Jauche aus Brennnesseln ist ziemlich einfach und mit wenigen Handgriffen erreicht. Wichtig ist zudem, dass zur Zubereitung und Aufbewahrung der Jauche ein Holzbottich oder, alternativ, ein Kunststoffbehältnis zu nehmen ist. Denn wird der Brennnesselsud in einem Metallgefäß zubereitet, so oxidiert die Brennnesselflüssigkeit, mit Einsetzen des Gärungsprozesses mit dem Metall. Es findet ein chemischer Prozess statt, der nicht nur die Jauche mit Metallen anreichern, sondern diese auch in ihrer Wirkung hemmt. Zudem sind Metalle in der Jauche ebenfalls schädlich für die Pflanzen als solche.

Der gewählte Behälter ist bis zum oberen Rand mit, handlich geschnittenen Brennnesseln zu befüllen. Dann wird, ebenfalls bis zur oberen Behälterkante, Wasser aufgefüllt. Wer die Möglichkeit hat, darf hier gerne auf natürliches Regenwasser aus der Tonne zurückgreifen. Wer keine Regentonne im Garten hat, der nutzt ganz normales Leitungswasser.

Um zu verhindern, dass zum einen Tiere in den Bottich fallen, aber auch, um Blätter und Laub nicht in den Sud zu bekommen, ist es hilfreich, wenn das Gefäß abgedichtet, bzw. verschlossen wird. Einfach ein Tuch um die Öffnung spannen oder alternativ auch einfach ein Brett als Deckel benutzen.

Jetzt heißt es abwarten und Brennnesseltee in der Zwischenzeit trinken. Zumindest die meiste Zeit über, denn gelegentlich (1-3x täglich) ist die, in der Entstehung befindliche, Brennnesseljauche umzurühren. Aber aufgepasst: Es muss nur so lange jeden Tag der Rührstab geschwungen werden, bis der Gärungsprozess einsetzt. Dann darf der Brennnesselsud noch ein, zwei Wochen weiter gären, bevor der entstandene Sud auf die betroffenen Pflanzen gesprüht und als Naturdünger eingesetzt werden kann

Um den Gärungsprozess schneller zu aktivieren, bietet es sich an, den gefüllten Bottich in die Sonne zu stellen. Dann setzt nicht nur die Gärung schneller ein, sondern diese läuft auch schneller und intensiver ab.

Auch jetzt darf der Brennnesseltee genossen werden. Denn nun heißt es wirklich: Abwarten und Tee trinken. Wichtig ist, dass auch während des zwei bis dreiwöchigen Gärungsprozess der Behälter abgedeckt ist. Denn auch jetzt sollen weder Tiere in ihn fallen, noch Verunreinigungen durch Laub entstehen.

Der Sud ist dann gebrauchsfertig, wenn der Gärungsprozess zum Abschluss kommt; was dann der Fall ist, wenn sich keine kleinen Bläschen mehr auf der Oberfläche bilden. Dann hat sich auch die Farbe verändert: dunkel grün mit schwarzen Nuancen. Die Brennnesseljauche ist einsatzfertig; als natürlicher Dünger und zur Schädlingsbekämpfung. Sie gilt es lediglich noch ab zu sieben. Die Pflanzenteile können dabei auf dem Kompost kommen. Behalten und als Jauche eingesetzt wird die bei der Gärung entstandene Flüssigkeit. Gedüngt werden kann ein bis zwei Mal pro Woche.

Wo kann man Brennesseljauche kaufen?

brennesseljauche kaufen

Kaufberatung für Brennesseljauche

Eigentlich braucht man die Brennnesseljauche nicht kaufen, denn sie ist wirklich einfach in der Herstellung. Wer sich jedoch nicht mit Geruch und Arbeit abmühen möchte, der hat zweierlei Möglichkeiten. Zum einen können Freunde, Bekannte und besonders ortsansässige Landwirte und Bauern angefragt werden, ob sie Brennnesseljauche zur Verfügung und zum Kauf stellen. Wer hier kein Glück und Ansprechpartner findet, der kann, dank moderner Technik und dem World Wide Web eben genau hier auf die Suche gehen und sicherlich einen Anbieter finden, der ihm die Jauche als Konzentrat zukommen lässt. Also nicht verzagen, Google fragen.

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  • WIRKSTOFFE: Die Wirkstoffe, die in der Brennessel vorhanden sind, unter anderem Stickstoff, Magnesium und Kieselsäure, machen die gedüngten Pflanzen widerstandsfähiger gegen Insekten und Krankheiten.
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Wofür wird Brennesseljauche verwendet?

Brennnesseljauche hat eine doppelte Verwendung: Zum einen ist es ein effektives Schädlingsbekämpfungsmittel, dass vor allem Blattläusen auf den Magen schlägt und diese von behandelten Pflanzen vertreibt. Zum anderen lässt es Pflanzen jeglicher Art gesünder, schneller und mehr gedeihen.

Soll der Sud zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden, nimmt man, im Verhältnis 1 zu 20 Brennnesselsud und Wasser und besprüht die betroffenen Pflanzen, ihre Blätter und Triebe. Der Sud wirkt dabei auch prophylaktisch, so dass es erst gar nicht erst zu einer Blattläuse-Invasion kommen kann. Hier kann übrigens auf den Gärprozess verzichtet werden. Denn hat sich bereits die Jauche entwickelt, ist das Konzentrat zu hoch und kann die Blätter einzelner Pflanzen sogar angreifen und ‘vergiften’. Im Einsatz gegen Blattläuse heißt es dann, die Anwendung täglich einmal so lange zu wiederholen, bis sich die kleinen Schmarotzer unter den Blättern der betroffenen Pflanze entfernt haben.

Als Dünger ist ausschließlich die, wie oben hergestellte Jauche zu verwenden. Auch hier zeigt sich, wie vielfältig und hilfreich dieser natürlicher Dünger aus der wilden Waldpflanze tatsächlich ist:

Grundsätzlich gilt, dass je älter und größer eine Pflanze ist, desto konzentrierter verträgt der die Düngung. Das Verhältnis 1 zu 10 (Brennnesseljauche zu Wasser) ist dabei aber nicht zu unterschreiten.

Sind die Pflanzen hingegen noch jung und eventuell sogar noch Setzlinge, dann wird in einem Verhältnis 1 zu 20 gedüngt. Sonst ist die Jauche zu intensiv und die Jungpflanzen und Setzlinge können das Überangebot an Nährstoffen nicht verkraften.

Doch es sind nicht nur Pflanzen jeglicher Art, die von der Brennnesseljauche profitieren. Auch Rasenflächen erfreuen sich, wenn in einem Mischverhältnis von 1 zu 50 ihr Boden mit Brennnesseljauche bereichert wird … und ja, selbst in diesem ‘abgeschwächten’ Verhältnis ist der Rasen äußerst dankbar und belohnt den Gärtner und die Gärtnerin mit dichtem, gesunden und saftig grünem Wachstum.

Besonders folgende Pflanzen profitieren besonders von einer Düngung aus Wasser und Brennnesseljauche:

  • Wintergemüsesorten, wie Sellerie, Lauchgewächse, Kartoffeln, Kürbis,
  • Sommergemüsesorten , wie Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini,
  • Blumen, wie Rosen, Dahlien, Geranien und Sonnenblumen
  • Kräuter,
  • Rasen,
  • Zierhölzer

Allzu häufig wirkt sich eine Brennnesseljauche-Anwendung übrigens negative auf das gesunde Gedeihen von Erdbeeren aus.

Tomaten mit Brennesseljauche düngen

Vor allem bei der Düngung von Tomaten wird besonders gerne Brennesseljauche eingesetzt. Durch die Anwendung von Brennesseljauche bei Tomaten kann die Ernte deutlich verbessert werden. Allerdings sollte auf keinen Fall zuviel Brennesseljauche eingesetzt werden, da dies zu einem erhöhten Stickstoffgehalt im Boden führt. In der Regel reicht es aus, die Tomaten etwa alle zwei Wochen mit der Brennesseljauche zu düngen.

Brennesseljauche bei Rosen

Weiterhin können Rosenpflanzen stark von dem Einsatz der Brennesseljauche profitieren. Wie bei Tomaten dient die Jauche als Stickstofflieferant. Außerdem schützt die Brennesseljauche die Rosen für Schädlingen wie Blattläusen.

Brennesseljauche gegen Ameisen und Blattläuse

Brennesseljauche ist ein beliebtes natürliches Hausmittel gegen Ameisen und Blattläuse. Durch den Geruch werden diese vertrieben, ohne dass Chemie angewendet werden muss oder die Tiere getötet werden.

Welche Inhaltsstoffe hat Brennesseljauche?

Die Hauptinhaltsstoffe, die beim Gärungsprozess von Brennnesseln entstehen sind Stickstoff und Kalium. Die Jauche wird dann besonders stockstoffreich und -haltig sein, wenn das Ernten der Brennnesseln im Frühjahr im Monat Mai erfolgt. Je länger man mit der Ernte wartet, desto geringer wird der Stickstoffgehalt. Dafür steigt der Magnesium-, Calcium- und Eisenanteil.

 



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