Ratgeber und FAQ zu Mährobotern
Automatische Rasenmäher sind heute leistungsfähig, aber sie werfen Fragen auf. In diesem Leitfaden beantworten wir die häufigsten – kompakt und praxisnah. Falls Ihre Frage fehlt, schreiben Sie sie gerne unten in die Kommentare. Wir aktualisieren den FAQ-Bereich regelmäßig.
Installation & Garten
Ist mein Garten für einen Mähroboter geeignet?
Kurz gesagt: Ja, fast immer. Moderne Geräte kartieren das Gelände per GPS & Sensoren, meistern enge Passagen (bis 60 cm) und Steigungen um 30 %–45 % je nach Modell. Wichtig ist die korrekte Verlegung des Begrenzungsdrahts. Bei sehr verwinkelten Gärten lohnt es, den Draht professionell verlegen zu lassen.
Kann ein Mähroboter Hanglagen mähen?
- Bis 30 % Gefälle: Einsteiger-Modelle (z. B. Gardena Minimo)
- Bis 45 % Gefälle: Premium-Modelle mit Allrad oder grobem Stollenprofil (z. B. Husqvarna 450 X Nera)
- Über 45 %: besser manuell mähen; die Antriebsmotoren werden überlastet
Tipp: Rasen quer zur Hangrichtung mähen lassen; das minimiert Abrutschen.
Kann ich ihn auf mehreren Rasenflächen einsetzen?
Ja. Legen Sie das Begrenzungskabel als Doppelschleife um jede Fläche, ohne dass sich die Drähte kreuzen. Alternativ trägt man den Roboter im Manual-Modus mit vollem Akku auf Fläche 2.
Betrieb & Wartung
Kann ein Mähroboter bei Regen mähen?
Leichter Niesel ist unkritisch – Gehäuse und Elektronik sind IP-geschützt. Bei Starkregen oder aufgeweichtem Boden sollte der Roboter pausieren; sonst verschmutzt er stark und hinterlässt Spurrillen. Aktuelle Modelle nutzen Regensensoren oder Wetter-Apps und fahren automatisch in die Ladestation.
Wie hoch darf das Gras maximal sein?
Optimal sind 3 – 5 cm. Obergrenze liegt bei 8 cm (stärkere Geräte). Bei höherem Gras einmal mit dem klassischen Rasenmäher vorkürzen, sonst fährt der Roboter fest.
Wie viel Strom verbraucht ein Mähroboter?
Zwischen 4 – 8 kWh pro Monat bei 500 m² Rasen. Das sind rund 1 – 2 € Stromkosten – deutlich günstiger als Benzin-Rasenmäher.
Wie lange hält der Akku?
Li-Ion-Akkus schaffen ca. 500–800 Ladezyklen (3 – 5 Jahre). Ein Wechsel kostet 70 – 200 €. Lagern Sie den Akku im Winter bei 40 % Ladezustand kühl und trocken.
Muss ich den Fangkorb leeren?
Nein. Mähroboter mulchen: sie zerkleinern das Schnittgut und lassen es als Nährstoff auf dem Rasen. Das spart Dünger.
Muss ein Mähroboter regelmäßig gereinigt werden?
- Sicherheit: Gerät ausschalten, Handschuhe anziehen.
- Groben Schmutz mit Bürste entfernen, nie mit Wasser abspülen!
- Gehäuse & Sensoren mit feuchtem Tuch abwischen.
- Ladekontakte trocken reinigen.
Wie oft müssen die Klingen gewechselt werden?
Microklingen: alle 8 – 10 Wochen bei 500 m². Dickere Sternmesser: ein- bis zweimal pro Saison. Stumpfe Klingen erhöhen Stromverbrauch und reißen das Gras aus.
Sicherheit & Rechtliches
Sind Mähroboter gefährlich für Kinder?
Alle Markenmodelle haben Hebesensor & Not-Stop. Trotzdem: Kinder dürfen niemals auf dem Roboter sitzen oder spielen. Stiftung Warentest fand 2024, dass viele Geräte einen liegenden Kinderarm erst sehr spät erkennen. Also: Einsatzzeiten so programmieren, dass Kinder nicht im Garten sind.
Gefährden sie Haustiere und Wildtiere?
Katzen und Hunde gehen meist auf Abstand. Igel und Amphibien hingegen sind nachtaktiv – lassen Sie den Roboter daher tagsüber laufen. Neuere Geräte bieten einen „Tierschutzmodus“ (20–6 Uhr Pause).
Wie schütze ich meinen Mähroboter vor Diebstahl?
- PIN-Code & Alarm aktivieren
- Ladestation im Garten versteckt platzieren
- Premium-Modelle mit integriertem GPS wählen oder externen Tracker nachrüsten
- Abschließbare Mähroboter-Garage nutzen
Welche rechtlichen Regeln muss ich beachten?
Mähroboter gelten als gartenpflegegeräte – erlaubt werktags 7–20 Uhr; keine Feiertage. Vermeiden Sie Mittagspause (13–15 Uhr) und Nachtbetrieb – auch wenn der Roboter leise ist. Prüfen Sie zusätzlich die Gemeinde- oder Kleingartenordnung. Bei Streit drohen Unterlassungsklagen.
Sonstiges & DIY
Wie reagiert der Roboter auf Obst, Laub oder Zweige?
Kleine Äpfel und Laub werden kleingeschnitten. Dicke Zweige erkennt der Stoßsensor – der Roboter dreht ab. Tipp: Vor dem Mähen grobe Hindernisse einsammeln, um Messer und Rasen zu schonen.
Kann man einen Mähroboter selber bauen?
Theoretisch ja (Stichwort Ardumower), praktisch nur für Elektro-Tüftler mit viel Zeit. Ersatzteile, Sensorik, Software und Sicherheit kosten schnell mehr als ein Markenmodell.
Und eine Mähroboter-Garage?
Das DIY-Projekt schlechthin: Holz, Polycarbonat oder Beton – wichtig sind Lüftung, UV-Schutz und ein abschließbares Dach. Inspirationen finden Sie in unserem Ratgeber „Mähroboter-Garagen selber bauen“.
Über den Autor
Jonas, Gartenbau-Ingenieurssohn & Technik-Nerd, testet seit 2015 Mähroboter auf 1 800 m² Rasenfläche. Seine Erfahrungen fließen in unabhängige Testberichte und Praxistipps ein.
Kommentare
Günter Doblinger Juni 30, 2018 um 11:18 am
Hallo Mähroboter Team,
ich finde Eure Homepage sehr interressant und man findet super nützliche Infos.
Vielleicht habt Ihr die nachfolgende Frage ja schon beantwortet und ich findes sie blos nicht.
Mich würde noch interessiern wie tief Stromleitungen, z. B. für Lampen, Steckdosen usw., eingegraben sein müssen, damit sie den Betrieb des Mähroboters nicht stören.
Danke für Eure Hilfe
Günter Dobligner
Jonas Juli 1, 2018 um 11:09 am
Hallo Herr Doblinger,
vielen Dank für die Nachfrage.
Eine verbindliche Aussage kann ich hier leider nicht geben, da dies von vielen Faktoren abhängig sein kann. Die meisten Händler empfehlen, eine Stromleitung mindestens 60 cm tief einzugraben, um die Induktionsschleife des Mähroboters nicht zu stören, besser noch etwas tiefer. Einige Mähroboterbesitzer berichten jedoch auch, dass sie das Begrenzungsdraht nur 5 bis 30 cm über den Stromleitungen verlegt haben und dies bisher problemlos funktioniere.
Dorothee Fessen Juni 19, 2020 um 10:41 am
Hallo liebes Mähroboter Team,
ist der Begrenzungsdraht, der ja ein magnetisches Stromfeld erzeugt ( wenn ich das richtig verstanden habe), gefährlich für unseren Hund? Bekommt er da einen Stromschlag, wenn er auf den Begrenzungsdraht steigt?
Beste Grüße
Doro Fessen
Jonas Juni 22, 2020 um 9:11 pm
Habe noch nie gehört, dass es da Probleme geben kann. Der Begrenzungsdraht ist ja unter Erde und hat nur eine sehr geringe Strahlung. Ich denke es ist bei einem Hund wichtiger, dass der Mähroboter eine automatische Sicherheitsfunktion besitzt, damit die Messer die Pfoten des Hundes nicht verletzen können. Generell würde ich darauf achten, dass der Hund lernt, dem Rasenroboter aus dem Weg zu gehen.
Gritta Juni 24, 2020 um 9:59 am
Bei unserem Mähroboter gibt es als Zubehör einen Anhänger für‘s Halsband, der Roboter erkennt den Hund dann aus ca 1m (manchmal mehr) und schaltet das Mähwerk aus 😊
Jürgen Juni 24, 2020 um 10:03 am
Nicht, wenn der Hund einen Aluhut trägt 😉
Hermann Demes Juli 28, 2020 um 9:44 am
Hallo, ich habe einen Rasenroboter von Yard Force Compact 280 R.Wie muss man das verstehen 4,6,8, oder 10 die Einstellung sind, dass sind die Stunden, die er mäht plus Ladezeit oder?
Jonas März 16, 2023 um 12:35 pm
Die Zahlen, die Sie erwähnen (4,6,8, oder 10) beziehen sich auf die Betriebsdauer des Yard Force Compact 280 R Mähroboters, bevor er zurück zur Ladestation fährt, um aufgeladen zu werden. Diese Zahlen geben an, wie viele Stunden der Roboter ununterbrochen mähen wird, bevor er automatisch zur Ladestation zurückkehrt, um aufgeladen zu werden.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Betriebsdauer je nach den Bedingungen Ihres Gartens variieren kann, wie beispielsweise der Größe des Rasens, der Steigung, der Beschaffenheit des Bodens, der Menge an Hindernissen usw. Auch die Wetterbedingungen können die Betriebsdauer beeinflussen, insbesondere wenn es sehr heiß oder sehr kalt ist.